
Hühnersuppe: der Klassiker, der von innen wärmt
Wenn es draußen nass und kalt ist oder man einfach etwas Gutes für Körper und Seele braucht, gibt es kaum etwas Besseres als eine selbstgekochte Hühnersuppe. Eine klare, goldene Brühe, zartes Hühnerfleisch und weich gegartes Gemüse – das ist Wohlfühlküche pur.
Das Rezept ist einfach, braucht aber vor allem eines: Zeit. Das Suppenhuhn darf etwa anderthalb Stunden ganz sanft simmern. In dieser Zeit gibt es all seinen Geschmack an die Brühe ab, und das Fleisch wird so zart, dass es fast von allein vom Knochen fällt.
Du brauchst nur wenige Zutaten: ein Suppenhuhn, klassisches Suppengemüse, Lorbeer, Pfefferkörner und Salz. Den Rest erledigt der Topf.
Warum ein Suppenhuhn?
Ein Suppenhuhn ist ein älteres Huhn mit kräftigem Fleisch und viel Bindegewebe. Zum Braten ist es zu zäh – für Suppe ist es dagegen perfekt, denn beim langen Köcheln gibt es besonders viel Geschmack und Gelatine ab. Das macht die Brühe aromatisch und vollmundig.
Wenn du kein Suppenhuhn bekommst, kannst du auch etwa 1 kg Hühnerteile mit Knochen verwenden, zum Beispiel Keulen und Flügel. Wichtig sind die Knochen – sie liefern den Geschmack.
So kochst du klassische Hühnersuppe
1. Huhn aufsetzen
Das Huhn mit Küchenpapier abtupfen, in einen großen Topf legen und mit kaltem Wasser bedecken. Langsam aufkochen lassen. Den Schaum, der sich bildet, mit einer Kelle abschöpfen – so wird die Brühe schön klar.
2. Gemüse und Gewürze dazugeben
Karotten, Staudensellerie, Zwiebel und Lauch putzen und kleinschneiden. Mit Lorbeerblättern und Pfefferkörnern zum Huhn geben.
3. Sanft simmern lassen
Die Hitze reduzieren und die Suppe bei leicht geöffnetem Deckel etwa 1,5 Stunden köcheln lassen. Nicht zu viel Hitze: Die Suppe soll nur leise simmern, sprudelndes Kochen macht die Brühe trüb.
4. Huhn auslösen
Das Huhn herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb in einen frischen Topf gießen und das Gemüse zurück in die Brühe geben.
5. Fertigstellen
Das Fleisch von den Knochen lösen, in mundgerechte Stücke zupfen und zurück in die Suppe geben. Erst ganz zum Schluss mit Salz abschmecken.
Die besten Einlagen für Hühnersuppe
Die klassische Hühnersuppe ist pur schon ein Genuss. Mit einer Einlage wird sie zur vollwertigen Mahlzeit:
- Nudeln: Suppennudeln oder Fadennudeln separat garen und erst beim Servieren in den Teller geben – so werden sie nicht matschig.
- Reis: Ein paar Esslöffel gekochter Reis machen die Suppe sättigender.
- Eierstich: Ein Klassiker, besonders an Feiertagen – hier geht es zu meinem Eierstich-Rezept.
- Frische Kräuter: Petersilie oder Schnittlauch kurz vor dem Servieren darüberstreuen.
Hühnersuppe auf Griechisch
Du möchtest mal eine andere Variante probieren? Meine Avgolemono ist eine griechische Hühnersuppe mit Reis, Ei und Zitrone – cremig, frisch und herrlich aromatisch.

Zutaten
- 1 ganzes Suppenhuhn ca. 1,2–1,5 kg oder 1 kg Hühnerteile mit Knochen
- 3 L Wasser so viel, dass das Huhn bedeckt ist
- 2 Karotten
- 1 Stange Staudensellerie
- 1 Stange Lauch
- 1 Zwiebel
- 2 Lorbeerblätter
- 5–6 Pfefferkörner
- Salz
Anleitungen
- Das Huhn mit Küchenpapier abtupfen und in einen großen Topf legen. Mit Wasser bedecken und langsam aufkochen lassen. Sobald sich Schaum bildet, diesen abschöpfen – so wird die Brühe klar.
- Karotten, Sellerie, Zwiebeln und Lauch putzen und kleinschneiden. Das Gemüse, Lorbeerblätter und Pfefferkörner zum Huhn geben.
- Die Hitze reduzieren und die Suppe bei leicht geöffnetem Deckel etwa 1,5 Stunden sanft köcheln lassen. Nicht zu viel Hitze, sie soll nur leise simmern lassen.
- Nach der Kochzeit das Huhn herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb in einen frischen Topf gießen. Das Gemüse zurück in die Brühe geben.
- Das Fleisch von den Knochen lösen, in mundgerechte Stücke zupfen und zurück in die Brühe geben. Zum Schluss mit Salz abschmecken.
Hühnersuppe aufbewahren und einfrieren
Im Kühlschrank hält sich die Hühnersuppe 3–4 Tage. Sie lässt sich außerdem hervorragend einfrieren – portionsweise in Gläsern oder Gefrierdosen hast du immer einen Vorrat für Tage, an denen du nicht kochen möchtest. Nudeln oder Reis friere ich nicht mit ein, die koche ich beim Aufwärmen frisch.
Mein Tipp: Wenn die Suppe im Kühlschrank auskühlt, setzt sich oben eine Fettschicht ab. Die kannst du ganz einfach abheben, wenn du die Brühe magerer möchtest.
Häufig gestellte Fragen zur Hühnersuppe
Wie lange muss ein Suppenhuhn kochen?
Etwa 1,5 Stunden bei sanfter Hitze. Ein sehr großes oder älteres Huhn darf auch bis zu 2 Stunden simmern.
Warum wird meine Hühnersuppe trüb?
Meist, weil sie zu stark gekocht hat oder der Schaum nicht abgeschöpft wurde. Die Suppe sollte nur leise simmern.
Wann salzt man Hühnersuppe?
Erst zum Schluss. Während des Kochens reduziert sich die Brühe, und zu früh gesalzen wird sie leicht zu salzig.
Kann ich Hühnersuppe einfrieren?
Ja, sehr gut. Portionsweise eingefroren hält sie sich etwa drei Monate. Einlagen wie Nudeln besser frisch dazugeben.
Noch mehr Suppen zum Aufwärmen
Noch mehr wärmende Rezepte findest du in meiner Sammlung Suppen-Rezepte & Eintöpfe. Probier zum Beispiel die Bündner Gerstensuppe, meine klare Gemüsesuppe mit Bohnen oder die exotische Thai-Suppe.
Lass es dir schmecken!








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