Curry-Linsen-Suppe mit Ingwer

29.12.2019 | 1 Kommentar

Zwei Schalen cremige Suppe mit Granatapfelkernen und Frühlingszwiebeln garniert, neben grünen Zwiebeln und Knoblauch.

Curry-Linsen-Suppe mit Ingwer – cremige Wohlfühlküche mit exotischer Note

Diese Curry-Linsen-Suppe mit Ingwer ist eines dieser Gerichte, die ohne großen Aufwand auskommen und trotzdem unglaublich viel Geschmack auf den Teller bringen. Rote Linsen sind dabei der Schlüssel: Sie verkochen schnell, nehmen Aromen besonders gut auf und sorgen ganz natürlich für eine cremige Konsistenz. Genau deshalb ist es auch überhaupt kein Nachteil, wenn sie beim Kochen zerfallen – im Gegenteil. Für Suppen, Dips oder Currys sind sie geradezu ideal.

In dieser Variante treffen rote Linsen auf Kokosmilch, Ingwer und Curry. Die Suppe bekommt dadurch eine feine exotische Note, bleibt aber angenehm ausgewogen. Sie wärmt, sättigt und lässt sich flexibel servieren: klassisch als Suppe, etwas dicker als Curry oder sogar als Begleiter zu Cous Cous oder Reis.

Warum diese Curry-Linsen-Suppe so cremig wird

Viele Rezepte warnen davor, rote Linsen zu lange zu garen. Bei dieser Curry-Linsen-Suppe ist genau das Gegenteil der Fall. Durch das längere Köcheln zerfallen die Linsen fast vollständig, was später beim Pürieren für eine natürliche Bindung sorgt. Die Suppe wird cremig, ohne dass Sahne, Mehl oder andere Bindemittel nötig sind.

Warum rote Linsen bewusst verkocht werden dürfen

Gerade für eine Püreesuppe ist das ideal. Die Textur entsteht allein durch die Linsen selbst, was das Gericht leicht und bekömmlich macht. Gleichzeitig liefern rote Linsen pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe – ein weiterer Grund, warum diese Suppe nicht nur gut schmeckt, sondern auch angenehm sättigt.

Das Zusammenspiel von Curry, Ingwer und Kokosmilch

Der charakteristische Geschmack dieser Suppe entsteht durch das Zusammenspiel weniger, aber gut aufeinander abgestimmter Zutaten. Curry bringt Wärme und Tiefe, ohne dominant zu sein. Frischer Ingwer sorgt für eine leichte Schärfe und Frische, die besonders gut mit der milden Süße der Kokosmilch harmoniert. Die Kokosmilch wiederum fängt die Gewürze ab und verleiht der Suppe ihre samtige Textur.

Am Ende sorgt ein Spritzer Zitronensaft dafür, dass die Suppe nicht schwer wirkt. Die Säure hebt die Aromen und bringt Balance ins Gericht. Wer mag, kann hier fein justieren – etwas mehr Ingwer für Schärfe, etwas mehr Kokosmilch für Milde oder ein Hauch Chili für zusätzliche Wärme.

So lässt sich die Suppe als Curry oder Suppe variieren

Diese Curry-Linsen-Suppe ist bewusst flexibel angelegt. Beim Pürieren entscheidet sich, ob sie eher als klassische Suppe oder als cremiges Curry serviert wird. Wird die Masse sehr fein püriert und anschließend mit etwas Haferdrink oder Milch verdünnt, entsteht eine samtige Suppe, die sich hervorragend als Vorspeise oder leichtes Hauptgericht eignet.

Bleibt die Suppe etwas gröber und wird nur kurz gemixt, erinnert sie eher an ein Linsencurry. In dieser Form passt sie perfekt zu Cous Cous, Reis oder Fladenbrot. Gerade diese Wandelbarkeit macht das Rezept so alltagstauglich – aus einer Basis entstehen mehrere Varianten.

Geschmack abrunden und Akzente setzen

Welche Rolle Gewürze und Zitronengras spielen

Currypulver bildet die Grundlage, lässt aber Raum für eigene Vorlieben. Wer es aromatischer mag, kann mit zusätzlichen Gewürzen arbeiten. Kreuzkümmel bringt eine erdige Tiefe, Kurkuma verstärkt die Farbe und Zitronengras sorgt für eine frische, leicht zitronige Note, die hervorragend mit Kokosmilch harmoniert.

Dabei gilt: lieber zurückhaltend würzen und am Ende abschmecken. Die Linsen nehmen Aromen intensiv auf, sodass sich Gewürze während des Kochens deutlich verstärken können.

Zwei Schalen mit gelber Suppe, garniert mit Granatapfel und Frühlingszwiebeln. Gewürze, Besteck und Zutaten daneben.

Toppings als Kontrast zur cremigen Suppe

Eine cremige Suppe profitiert besonders von Toppings, die Frische oder Struktur ins Spiel bringen. Frühlingszwiebeln oder frische Kräuter setzen einen grünen Akzent, während geröstete Nüsse oder Erdnüsse für Crunch sorgen. Granatapfelkerne bringen eine leichte Säure, die wunderbar mit der milden Süße der Kokosmilch harmoniert.

Auch ein Klecks Schmand oder Joghurt passt hervorragend und macht die Suppe noch runder. Solche Toppings sind kein Muss, geben dem Gericht aber optisch und geschmacklich den letzten Schliff.

Vorbereitung, Aufbewahrung und Genuss

Diese Curry-Linsen-Suppe eignet sich hervorragend zum Vorbereiten. Sie lässt sich gut aufbewahren und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch intensiver, weil sich die Gewürze weiter verbinden. Beim Aufwärmen genügt ein kleiner Schuss Wasser, Brühe oder Milch, um die gewünschte Konsistenz wiederherzustellen.

Auch zum Einfrieren ist die Suppe gut geeignet. Gerade für stressige Tage ist es praktisch, eine Portion griffbereit zu haben, die schnell wärmt und sättigt.

Zwei Schalen cremige Suppe mit Granatapfelkernen und Frühlingszwiebeln garniert, neben grünen Zwiebeln und Knoblauch.

Curry-Linsensuppe mit Ingwer

Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Gang: Hauptgericht, Suppe, Vorspeise
Küche: Türkisch
Keyword: Currysuppe, Linsensuppe, Suppe mit Ingwer
Servings: 6 Personen
Calories: 315kcal
Author: Christina Becher

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 30 g frischer Ingwer
  • 2 rote Spitzpaprika
  • 300 g Rote Linsen
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 EL Currypulver
  • Saft einer halben Zitrone
  • Haferdrink oder Kuhmilch
  • Salz und Pfeffer
  • 5 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl

Anleitungen

  • Zwiebeln, Paprika, Knoblauchzehen und den Ingwer schälen und klein schneiden. In einem Topf mit einem guten Schuss (ca. 7 EL) Sonnenblumen- oder Rapsöl glasig anschwitzen.
  • Die roten Linsen nun hinzugeben und andünsten. Nun mit Gemüsebrühe (ich verwende immer Granulat aus dem Bioladen) ablöschen.
  • Die Kokosmilch hinzugeben und ggf. die Dose mit warmem Wasser ausschwenken und in den Topf geben. Auf diese Weise ist die Dose direkt sauber. Das ganze nun 15-20 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit immer mal wieder schauen, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Andernfalls könnten die Linsen schnell anbrennen.
  • Sind die Linsen weich werden Currypulver und Chiliflocken hinzugegeben und im Anschluss mit einem Stabmixer fein püriert. Dabei bemerkt man direkt, dass die Bindung einsetzt. Nun mit der Milch die gewünschte Konsistenz herstellen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  • Wer ein Curry daraus machen möchte, püriert einfach nicht so lange, so dass die Konsistenz noch etwas stickig bleibt.
  • Zu dieser Suppe passen als Topping perfekt: Frühlingszwiebeln, Korianderblätter, geröstete Erdnüsse, Granatapfelkerne, ein Klecks Schmand.

Nährwerte

Calories: 315kcal | Carbohydrates: 35g | Protein: 14g | Fat: 14g | Saturated Fat: 12g | Polyunsaturated Fat: 0.4g | Monounsaturated Fat: 1g | Sodium: 279mg | Potassium: 653mg | Fiber: 16g | Sugar: 2g | Vitamin A: 187IU | Vitamin C: 5mg | Calcium: 47mg | Iron: 6mg
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Häufige Fragen zu Curry-Linsen-Suppe

Welche Linsen eignen sich am besten für Curry-Linsen-Suppe?

Für eine cremige Curry-Linsen-Suppe eignen sich rote Linsen am besten. Sie müssen nicht eingeweicht werden, garen schnell und zerfallen beim Kochen fast vollständig. Genau dadurch entsteht die natürliche Bindung der Suppe. Andere Linsensorten wie braune oder grüne Linsen behalten ihre Form stärker und sind eher für Eintöpfe geeignet.

Warum wird meine Curry-Linsen-Suppe nicht richtig cremig?

Wird die Suppe nicht cremig, sind die Linsen meist zu kurz gegart oder es wurde zu wenig püriert. Rote Linsen sollten weich zerfallen, bevor sie mit dem Stabmixer fein püriert werden. Zusätzlich kann ein kleiner Schuss Kokosmilch, Haferdrink oder Milch helfen, die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Kann ich die Curry-Linsen-Suppe auch ohne Kokosmilch kochen?

Ja, die Curry-Linsen-Suppe lässt sich auch ohne Kokosmilch zubereiten. Stattdessen können Haferdrink, andere pflanzliche Drinks oder normale Milch verwendet werden. Der Geschmack wird dadurch etwas weniger exotisch, bleibt aber angenehm würzig und cremig.

Wie lange ist Curry-Linsen-Suppe haltbar?

Im Kühlschrank hält sich die Curry-Linsen-Suppe gut verschlossen etwa zwei bis drei Tage. Beim Aufwärmen sollte etwas Flüssigkeit zugegeben werden, da die Suppe beim Abkühlen weiter eindickt. Auch eingefroren lässt sich die Suppe problemlos mehrere Wochen aufbewahren.

Kann ich die Curry-Linsen-Suppe auch als Curry zu Reis oder Cous Cous servieren?

Ja, diese Curry-Linsen-Suppe eignet sich hervorragend als Curry-Variante. Dafür wird sie einfach weniger fein püriert oder nur grob gemixt, sodass die Konsistenz etwas stückiger bleibt. So passt sie perfekt zu Reis, Cous Cous oder Fladenbrot.

Fazit: Eine unkomplizierte Curry-Linsen-Suppe für Alltag und Genuss

Die Curry-Linsen-Suppe mit Ingwer zeigt, wie einfach aromatische Küche sein kann. Mit wenigen Zutaten, überschaubarem Aufwand und einer flexiblen Zubereitung entsteht ein Gericht, das sich mühelos an unterschiedliche Vorlieben anpassen lässt. Ob cremig püriert als Suppe oder etwas gröber als Curry zu Reis oder Cous Cous – dieses Rezept funktioniert in vielen Varianten und passt sich dem Alltag ebenso an wie besonderen Genussmomenten.

Rote Linsen, Kokosmilch und Gewürze sorgen für eine angenehme Sättigung und ein rundes Aroma, während Ingwer und Zitronensaft Frische ins Spiel bringen. Genau diese Balance macht die Suppe so beliebt: Sie ist wärmend, leicht und dennoch aromatisch. Ein Rezept, das sich gut vorbereiten lässt, auch am nächsten Tag überzeugt und zeigt, dass unkomplizierte Küche keineswegs langweilig sein muss.

1 Kommentar

  1. kai

    5 Sterne
    perfekt!

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