
Französische Crêpes wie bei meiner Schwiegermutter
Meine französische Schwiegermutter macht die besten Crêpes – da gibt es keine Diskussion. Auf jeder Familienfeier gehören sie einfach dazu und sind immer als Erstes weg. Ein Stapel reicht nie, deshalb steht am Ende meist ein ganzer Berg Crêpes auf dem Tisch. Und natürlich ein genauso großer Berg an Cremes und Füllungen.
Was ihre Crêpes besonders macht: Sie sind nicht zu süß. Im Teig steckt nur wenig Zucker, sodass man sie sowohl süß als auch herzhaft essen kann. Genau das ist typisch französisch – und macht sie so vielseitig. Ob mit Marmelade, Schokocreme, Zucker und Zitrone oder herzhaft mit Käse, Schinken oder Gemüse: Alles passt.
Warum dieses Crêpes-Rezept so vielseitig ist
Das Geheimnis liegt im einfachen Grundrezept. Ohne Backpulver, ohne Schnickschnack, dafür mit einem dünnflüssigen Teig und einer kurzen Ruhezeit. So werden die Crêpes zart, elastisch und lassen sich hauchdünn ausbacken. Durch den geringen Zuckeranteil eignen sie sich perfekt für süße und herzhafte Varianten – ganz so, wie man es aus französischen Familienküchen kennt.
Cremes, Füllungen & ein bisschen Chaos auf dem Tisch
Zu guten Crêpes gehören gute Begleiter. Bei uns stehen immer mehrere Cremes, Aufstriche und Füllungen bereit, damit sich jeder seine Crêpes so zusammenstellen kann, wie er mag. Genau dieses ungezwungene Teilen, Probieren und Nachnehmen macht Crêpes für mich zu echtem Wohlfühlessen – unkompliziert, gesellig und immer ein kleines Highlight.

Woher stammen Crêpes?
Crêpes haben ihren Ursprung in Frankreich, genauer in der Region Bretagne im Nordwesten des Landes. Dort wurden sie bereits im Mittelalter gebacken und waren ursprünglich ein einfaches Alltagsgericht. Mehl, Wasser oder Milch und Eier standen fast überall zur Verfügung – perfekt für dünne Fladen, die schnell gebacken waren.
Ursprünglich unterschied man in der Bretagne zwischen zwei Varianten:
Galettes aus Buchweizen für herzhafte Füllungen und Crêpes aus Weizenmehl, die vor allem süß gegessen wurden. Während Galettes typisch für herzhafte Beläge sind, setzten sich die Weizen-Crêpes später als süße Variante in ganz Frankreich durch.
Crêpes als französische Tradition
Crêpes sind bis heute fest in der französischen Esskultur verankert. Sie werden zu Hause gebacken, auf Märkten verkauft und in klassischen Crêperien serviert. Besonders bekannt sind sie auch rund um den Lichtmesstag (La Chandeleur), an dem das Crêpes-Backen fast schon ritualhaften Charakter hat.
Typisch französisch ist dabei, dass der Teig nur wenig Zucker enthält. So lassen sich Crêpes sowohl süß als auch herzhaft füllen – genau diese Vielseitigkeit macht sie so beliebt und zeitlos.

Tarte aux Pommes – mein französischer Apfelkuchen für jede Gelegenheit
Die französische Tarte aux Pommes ist für mich viel mehr als nur ein klassisches Apfelkuchen-Rezept – sie ist ein Stück Erinnerung, ein Duft nach Heimat und ein Symbol für die schlichte Eleganz der französischen Küche. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich meine erste Tarte für Freunde gebacken habe – sie war zwar optisch nicht perfekt, aber geschmacklich so überzeugend, dass sie sofort zum Liebling auf der Kaffeetafel wurde. Seitdem gehört dieser Kuchen fest in mein Repertoire.

Zutaten
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 625 ml Vollmilch
- 1 Prise Salz
- 1 EL Vanillezucker
- 4 Eier Gr. M
- 50 g Butter
Anleitungen
- Mehl, Milch, Salz, Vanillezucker und Eier in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen zu einem sehr glatten, dünnflüssigen Teig verrühren. Die Butter schmelzen, kurz abkühlen lassen und unter den Teig rühren. Der Teig sollte deutlich flüssiger sein als klassischer Pfannkuchenteig.
- Den Teig anschließend mindestens 20–30 Minuten ruhen lassen, damit er besonders geschmeidig wird und die Crêpes später zart ausbacken.
- Eine gut beschichtete Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen und nur ganz leicht einfetten. Eine kleine Kelle Teig in die Pfanne geben und durch Schwenken hauchdünn verteilen.
- Beim Ausbacken ist es wichtig, die Hitze immer im Blick zu behalten. Die Pfanne zwischendurch ruhig einmal kurz vom Herd nehmen, damit die Crêpes langsam und gleichmäßig backen können. Sobald sich der Rand leicht löst, den Crêpe wenden und nur sehr kurz auf der zweiten Seite fertig backen – so bleiben sie besonders zart.
- Die fertigen Crêpes locker stapeln und nach Belieben süß oder herzhaft füllen und servieren.
Nährwerte

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