
Warum dieses einfache Wurzelbrot immer gelingt
Dieses einfache Wurzelbrot ist ein echtes Wohlfühlrezept: außen goldbraun und knusprig, innen locker und luftig. Der Teig wird mit wenig Hefe angesetzt und bekommt viel Zeit zum Ruhen – genau das sorgt für ein intensives Aroma und eine besonders schöne, unregelmäßige Krume. Geformt wird das Brot ganz unkompliziert, nur locker verdreht, wodurch das typische Wurzelbrot-Aussehen mit seiner rustikalen Optik entsteht.
Ob als Beilage zum Grillen, zum Frühstück mit Butter oder als Brot zu Antipasti und Dips – dieses Wurzelbrot aus dem Ofen passt zu vielen Gelegenheiten und lässt sich entspannt vorbereiten.
Einfaches Wurzelbrot mit wenig Hefe und langer Teigruhe
Die lange Gehzeit im Kühlschrank macht dieses Wurzelbrot besonders aromatisch und bekömmlich. Durch die kalte Teigführung entwickelt der Hefeteig mehr Tiefe im Geschmack, ohne dass viel Hefe nötig ist. Gleichzeitig bleibt der Aufwand gering, denn der Teig kommt fast ohne Knetarbeit aus und kann am nächsten Tag direkt weiterverarbeitet werden.
Ein weiterer Vorteil: Das einfache Wurzelbrot lässt sich wunderbar variieren – zum Beispiel mit Kräutern, Oliven oder etwas Olivenöl im Teig. So entsteht mit wenigen Handgriffen immer wieder eine neue, individuelle Variante.

Woher stammt das Wurzelbrot?
Das Wurzelbrot hat seinen Ursprung in der Schweiz, genauer gesagt im alpinen Raum der Deutschschweiz. Dort wurde es traditionell als rustikales Bauernbrot gebacken – einfach, nahrhaft und ohne viel Aufwand. In ländlichen Regionen spielte Funktionalität eine große Rolle, und genau das spiegelt sich in der Herstellung des Wurzelbrots wider.
Im Gegensatz zu klassisch geformten Broten wird der Teig beim Wurzelbrot nicht gewirkt oder straff geformt. Stattdessen wird der sehr weiche Teig lediglich locker in sich gedreht. Durch diese einfache Handbewegung entsteht die typische, unregelmäßige Form, die an verwurzeltes Holz erinnert. Genau daher leitet sich auch der Name Wurzelbrot ab.
Traditionelles Bauernbrot mit Charakter
Charakteristisch für das ursprüngliche Wurzelbrot ist die Verwendung von wenig Hefe in Kombination mit einer langen Teigruhe. Diese langsame Teigführung war früher nicht nur praktisch, sondern auch sinnvoll: Sie sorgte für ein besonders kräftiges Aroma, eine grobporige Krume und eine kräftige, rustikale Kruste. Gleichzeitig wurde das Brot dadurch bekömmlicher, da die lange Ruhezeit den Teig besser verdaulich machte.
Gebacken wurde das Wurzelbrot traditionell direkt im Ofen, oft auf Stein oder Blech, ohne Form und ohne viel Zubehör. Das Ergebnis war ein Brot mit unverwechselbarem Aussehen und ehrlichem Geschmack – perfekt für den bäuerlichen Alltag.
Wurzelbrot heute – rustikal, beliebt und vielseitig
Heute ist das Wurzelbrot weit über die Schweiz hinaus bekannt und beliebt. Es wird in Bäckereien ebenso gebacken wie zu Hause im eigenen Ofen. Besonders gefragt ist das einfache Wurzelbrot aus dem Ofen, das ohne komplizierte Technik auskommt und trotzdem ein beeindruckendes Ergebnis liefert.
Moderne Varianten greifen das traditionelle Prinzip auf, werden aber oft mit unterschiedlichen Mehlsorten, längeren Gehzeiten oder alternativen Backmethoden kombiniert. Trotz aller Variationen bleibt der Kern immer gleich: ein locker gedrehter Teig, eine rustikale Optik und ein Brot mit viel Charakter.
Am liebsten frisch aus dem Ofen – mit gesalzener Butter
Am allerliebsten esse ich dieses Wurzelbrot, wenn es noch leicht warm aus dem Ofen kommt. Die Kruste ist dann schön knusprig, das Innere weich und luftig – genau der Moment, in dem man eigentlich gar nicht viel mehr braucht. Eine Scheibe reicht, ein bisschen gesalzene Butter darauf, und fertig ist mein persönlicher Lieblingsmoment.
Besonders gut passt dazu selbstgemachte Butter, frisch aufgeschlagen und nur ganz leicht gesalzen. Sie schmilzt langsam auf dem warmen Brot, zieht in die Krume ein und unterstreicht den puren Brotgeschmack, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Für mich ist das die schönste Art, dieses einfache Wurzelbrot zu genießen – ganz ohne Aufstrich, ohne Schnickschnack, einfach ehrlich und gut.
Genau solche Momente liebe ich am Brotbacken: Wenn ein paar wenige Zutaten ausreichen, um etwas richtig Gutes auf den Tisch zu bringen.

Würziges Kürbisbrot – saftig, aromatisch und einfach gemacht
Dieses würzige Kürbisbrot bringt herbstliche Aromen direkt auf den Tisch. Saftig, leicht süßlich und wunderbar duftend – es ist das perfekte Brot für die kühle Jahreszeit. Der fein geriebene Hokkaidokürbis verleiht dem Teig eine natürliche Feuchtigkeit, während Zimt und Kurkuma für eine warme, goldene Farbe und ein unverwechselbares Aroma sorgen. Ob pur, mit Butter oder herzhaftem Belag – dieses Brot schmeckt sowohl zum Frühstück als auch zum Abendessen hervorragend.
Warum Sauerteig und ich getrennte Wege gehen
Ich bewundere Menschen, die ihren Sauerteig hegen, pflegen und über Jahre begleiten – aber ich gehöre nicht dazu. Irgendwie hat es zwischen mir und Sauerteig nie richtig gefunkt. Zu viel Aufmerksamkeit, zu viele Variablen und am Ende oft ein Ergebnis, das schwer planbar ist. Das ist absolut legitim, aber eben nicht mein Weg in der Küche.
Ich überlasse das Sauerteigbacken deshalb gerne anderen und konzentriere mich auf das, womit ich mich wirklich wohlfühle: Backen mit Hefe. Hefe ist für mich verlässlich, gut einschätzbar und alltagstauglich. Ich weiß, wie der Teig reagiert, kann Ruhezeiten gut steuern und bekomme genau die Ergebnisse, die ich mir wünsche.
Gerade deshalb passt dieses einfache Wurzelbrot mit Hefe so gut zu mir. Es braucht keine komplizierten Techniken, keinen eigenen Starter und kein tägliches Füttern. Stattdessen bekommt der Teig Zeit, um Geschmack zu entwickeln – ganz entspannt und ohne Druck. Das Ergebnis ist ein aromatisches, rustikales Brot, das zeigt, dass man auch ohne Sauerteig großartiges Brot backen kann.

Zutaten
- 100 g Dinkelmehl
- 400 g Weizenmehl Typ 550
- 1/4 Würfel Hefe frisch
- 320 ml Wasser lauwarm
- 1,5 TL Salz
- etwas Olivenöl
Anleitungen
- Alle Zutaten ca. 6 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Eine Auflaufform oder eine größere Schüssel mit ganz wenig Olivenöl ausstreichen und den Teig hineingeben. Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Nach dieser Zeit den Teig nicht mehr großartig kneten. Der Teig ist sehr weich und luftig. Unbedingt die Hände und die Arbeitsfläche mehlieren und den Teig in der gewünschten Größe portionieren.
- Dies können breitere oder dünnere Streifen sein, je nachdem wie man es wünscht. Zwei Streifen werden nun miteinander verdreht und auf ein Backblech gegeben. Man kann auch ein spezieller Baguetteblech verwenden, ist aber nicht notwendig.
- Den Backofen auf 230 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Bei dieser hohen Temperatur wird das Brot nun 15 Minuten gebacken. Weitere 20-25 Minuten bei 200 Grad.
Nährwerte


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